Landshuter Netzwerk erhält den Luise Kiesselbach Preis

Am 25. November 2011 wurden wir mit dem Luise Kiesselbach Preis ausgezeichnet. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Bayern verleiht diesen Preis jährlich in Erinnerung an die Mitbegründerin und erste Vorsitzende des Paritätischen, Luise Kiesselbach und möchte damit bürgerschaftliches Engagement stärken und auszeichnen.

Laut Laudatio des Paritäschen Wohlfahrtsverbandes kümmert sich das Landshuter Netzwerk in herausragender Weise, mit einem breiten Angebotsspektrum, um die psychosoziale Versorgung der Stadt und des Großraums Landshut. Wie bei kaum einer anderen Organisation gehen Gründung und Ausbau der Angebote des Landshuter Netzwerks auf breitestes bürgerschaftliches Engagement zurück, heißt es weiter. Die Verwurzelung in der Gesellschaft zeige sich besonders in der Zahl der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.

Die aktuell über 220 aktiven Ehrenamtlichen leiten Aktivgruppen für Senioren, übernehmen vielfältige organisatorische Aufgaben z.B. bei Kulturfahrten, Freizeiten oder im Cafébetrieb oder sind im Besuchsdienst unterwegs. Sie besuchen ein- bis zweimal in der Woche Menschen die von Vereinsamung bedroht oder betroffen sind, um mit ihnen zu sprechen, ihnen vorzulesen oder spazieren zu gehen.

Eine ganz besondere Form von Betreuung stellt der Hundebesuchsdienst dar. Hier gehen Ehrenamtliche mit ihren Tieren in Senioreneinrichtungen. Der Hund bringt Abwechslung, Freude und Leben in den Alltag der Bewohner. Der Besuch bietet Gesprächsstoff und fördert so die Kommunikation, vermindert Isolation und Langeweile und vermittelt Körperkontakt und das Gefühl von Geborgenheit. Die 34 Hunde haben alle erfolgreich eine Wesensprüfung zur Eignung als Besuchshund bestanden. Das Team von Ehrenamtlichen und Hunden wird von einer Fachtierärztin für Verhaltenskunde betreut.

LN

v.l.: Jürgen Handschuch, Lore Vogel, Prof. Dr. Theodor Eikelmann


Goldene Ehrennadel durch den Pariätischen Wohlfahrtsverband verliehen

  • Prof. Dr. Theodor Eikelmann,

1. Vorsitzender des Landshuter Netzwerks bis 22.11.2014, wurde für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement durch den PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband mit der „Goldenen Ehrennadel" ausgezeichnet.

Prof. Dr. Theodor Eikelmann ist seit 1983 (damals noch: „Landshuter Institut für psychosoziale Rehabilitation") ehrenamtlich im Landshuter Netzwerk e.V. tätig. Er war Mitglied des wissenschaftlichen Beirats und Leiter der Abteilung Seniorenarbeit. Seit 1987 ist er im Vorstand und seit 1997 1. Vorsitzender des Vereins. In diese Zeit fiel durch Verschmelzung beider Vereine die Gründung des Landshuter Netzwerks in der heutigen Form. Das dies nur unter dem Dach des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes vonstatten gehen konnte, war für ihn „conditio sine qua non". Mit den Abteilungen „Betreutes Wohnen", „Integrationsfirmen", „Tagesstätte", „Suchtberatung" und „Seniorenzentrum" ist das Landshuter Institut zu einer der größten und renommiertesten Einrichtungen dieser Art in Niederbayern geworden.
Theodor Eikelmann hat neben seinen vielfältigen leitenden Aufgaben auch unmittelbare praktische ehrenamtliche Arbeit erbracht, zum Beispiel durch Fortbildungen für Mitglieder des Besuchsdienstes, die Organisation des Senioren-Tanzcafés und die inhaltliche Betreuung von Seniorenkulturfahrten. Darüber hinaus war er maßgeblich verantwortlich bei der Erstellung des Seniorenplans für Landshut.
Außerdem vertritt er den PARITÄTISCHEN in einer Reihe regionaler Gremien und Arbeitskreise, unter anderem bei der Agenda 21 und seit 1997 im Sozialausschuss der Stadt Landshut.

LN

Prof. Dr. Theodor Eikelmann

Die Goldene Ehrennadel wird verliehen für langjährige (etwa 20 Jahre) engagierte und herausragende Mitarbeit in Mitgliedsorganisationen und/oder in Gremien und Organen des PARITÄTISCHEN in Bayern und für herausragende, landesweit ausstrahlende Entwicklungsleistungen und besondere Verdienste, unabhängig von der Zeitdauer der ehrenamtlichen Mitarbeit und/oder für beispielgebende Förderung und Unterstützung der paritätischen Belange vor Ort, auf Bezirks- und Landesebene. Eine Kombination von mindestens zwei dieser Kriterien ist Voraussetzung für die Goldene Ehrennadel.

Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband, Landesverband Bayern e.V. ehrt Ehrenamtliche seiner Mitgliedsorganisationen und deren Einrichtungen sowie des Landesverbandes und seiner Einrichtungen, Dienste und Tochtergesellschaften, die sich durch langjährige Tätigkeit und/oder besondere Leistungen verdient gemacht haben.
Ausgezeichnet werden ferner Personen, Organisationen und Institutionen, die den PARITÄTISCHEN fördern, sowie Mitgliedsorganisationen für innovative Projekte.
Der PARITÄTISCHE in Bayern will damit bürgerschaftliches Engagement stärken und auszeichnen.
In Erinnerung an die Mitbegründerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Luise Kiesselbach, wurden die Auszeichnungen mit ihrem Namen verbunden. Erstmalig wurde daher der Luise-Kiesselbach-Preis verliehen. Die Geehrten erhielten eine goldene oder eine silberne Ehrennadel mit dem Konterfei von Luise Kiesselbach für ihr persönliches Engagement. Verdiente Organisationen und Institutionen erhielten eine Ehrenplakette.

  • Josef Flommersfeld,

geboren 1938, übernahm nach einer Ausbildung zum Diplom-Sozialarbeiter und ersten Berufsjahren 1974 seine Aufgabe als Lehrender Sozialarbeiter an der Fachhochschule Landshut. Schon wenige Tage später wirkte er als Gründungsmitglied bei der Gründung des Landshuter Instituts mit. Dieses Institut schloss sich dem Paritätischen Wohlfahrtsverband an und erhielt die Aufgabe, als Praxisinstitut für die Lehrenden und Studierenden der Hochschule zu dienen. Seit 1974 war Josef Flommersfeld sowohl als Lehrender an der Hochschule bei der Vermittlung praxisbezogener Ausbildungsinhalte als auch als Honorarkraft und in großem Umfang ehrenamtlich im Landshuter Institut und im Landshuter Netzwerk tätig, das aus der Fusion von drei sozialen Einrichtungen (Landshuter Institut, Die Brücke, Netzwerk) hervorgegangen ist.

Seit 1974 ist Josef Flommersfeld ununterbrochen ehrenamtlich tätig als Mitglied im Vorstand des Landshuter Instituts beziehunsgweise des Landshuter Netzwerks; von 1974 bis 2003 hat er die Funktion des Schriftführers innegehabt. Schwerpunkt seiner Aufgaben in den Praxisinstituten waren Ehe- und Lebensberatung, die Arbeit mit straffällig gewordenen Personen und deren Familien sowie der Aufbau und die Betreuung einer Pflegeelterngruppe.

Mit Josef Flommersfeld wird ein Mann geehrt, der sich in 35-jähriger Verbundenheit mit dem Paritätischen sowohl beruflich als auch ehrenamtlich in der Sozialen Arbeit mit großem Engagement für seine Mitbürgerinnen und Mitbürger eingesetzt hat.

LN

Josef Flommersfeld - Vorstandsmitglied