Luise Kiesselbach Preis für Jürgen Handschuch
Der Paritätische Bayern hat am Freitag, 13.03. den Luise Kiesselbach Preis verliehen.
Zu den Preisträgern zählt auch Jürgen Handschuch. Er erhielt die Auszeichnung in der Kategorie I: Lebenswerk/Niederbayern-Oberpfalz.
"Bis Oktober 2025 war Jürgen Handschuch Geschäftsführer des Landshuter Netzwerks. Über 27 Jahre gestaltete er dessen Entwicklung maßgeblich mit und engagierte sich zudem 15 Jahre im Bezirksausschuss des Paritätischen Niederbayern/Oberpfalz.
1998 kam Jürgen Handschuch zum damals noch jungen Landshuter Netzwerk. Die Organisation war 1994 zur Unterstützung psychisch erkrankter Menschen gegründet
worden und erweiterte seinen Arbeitsbereich mit dem Zuverdienstprojekt, einem Arbeitsprojekt für Menschen mit Unterstützungsbedarf. Handschuch brachte sowohl
fachliches Know-how als auch das richtige Gespür für die Menschen mit. Von Anfang an war ihm klar: Diese Organisation würde als Netzwerk weiterwachsen.
Was folgte, war eine Erfolgsgeschichte. 2003 fusionierte das Landshuter Netzwerk mit dem Landshuter Institut, das bereits Mitglied beim Paritätischen war. 2005 kam die nächste Expansion: Die Brücke e.V. mit ihren Angeboten in Suchtberatung, Straffälligenhilfe und Betreuungsmanagement wurde aufgenommen.
Seine Fähigkeit, Wachstum nicht als notwendiges Übel zu verstehen, sondern als Chance für alle Beteiligten - das zeichnet Jürgen Handschuch seit jeher aus. Er war sich stets gewiss: "Veränderung können wir. Und alleine schafft man es ohnehin nicht." Das Landshuter Netzwerk ist also kein Ein-Personen-Projekt, sondern ein Zusammenspiel vieler engagierter Menschen.
Was Handschuch über die Jahre hindurch vorlebte, ist sein Verständnis von Verantwortung im Sinne kontinuierlicher Selbstentwicklung. "Lernen und Neues machen bestimmen mein ganzes Leben", resümiert er. In drei Jahrzehnten führte er das Landshuter Netzwerk durch den Millenniumswechsel mit allen technologischen Herausforderungen, die Finanzkrise, die Flüchtlingskrise. "Das war eine ganz dynamische Zeit, die ich sehr genossen habe, gerade weil sich immer etwas bewegt hat und immer neue Aufgaben hinzugekommen sind."
Jürgen Handschuch ist dankbar für das, was er beitragen konnte, um das Landshuter Netzwerk zukunftsfähig zu machen. Denn das steht stellvertretend für sein Lebensthema: eine klare Vorstellung davon zu haben, wie sich etwas weiterentwickeln soll, was daraus werden kann und wie sich bietende Chancen genutzt werden können."
(Text: Der Paritätische Bayern)


Foto: Vreni Arbes
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