Lesung und Diskussion im Rahmen der Interkulturellen Wochen: „Die Erfindung des Muslimischen Anderen“

23.09.2021 um 18 Uhr im Forum, Landshuter Netzwerk e.V.

 

Nicht wenige, die an ›muslimische‹ Menschen und ›deren‹ Lebenswelten denken, sehen diese Bilder vor ihrem inneren Auge: Köftespieße, Gebetsteppiche, Baklava und Schwarztee, Gemüsehandel und Barbiershops mit arabischen Schriftzeichen, kopftuchtragende, auf dem Boden speisende Frauen in Hinterzimmern, verrauchte Cafés voller Männergruppen mit schwarzen Bärten und lauten Stimmen, die sich lediglich mit den Worten wallah, inşallah und yani zu unterhalten scheinen ...

In unserer Gesellschaft herrscht offensichtlich der Drang, über den ›Islam‹ und die ›Muslim*innen‹ zu sprechen. Es sind in erster Linie rassistische (Islam-)Bilder, Vorstellungen und Denkweisen, die sich fest in das kulturelle Gedächtnis der Dominanzgesellschaft eingebrannt haben: archaische Kultur, rückständige Religion, übergriffige, gewaltaffine Männer und unterworfene Frauen.

Der Essayband „Die Erfindung des muslimischen Anderen" erklärt nicht, wie ›Muslim*innen wirklich sind‹, sondern wirft den Blick zurück auf jene, die diese Bilder produzieren und weitertragen.

Im Rahmen der bundesweiten Interkulturellen Wochen unter dem Motto #offengeht veranstaltet die Migrationsberatung des Landshuter Netzwerks und die Stadtbücherei Landshut diese Lesung mit anschließender Diskussionsrunde.
Mitautor Mehmet Arbag vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften Leipzig liest vor.

Veranstaltungsort: Forum im Landshuter Netzwerk e.V., Bahnhofplatz 1a, 84032 Landshut

Uhrzeit: 18.00 Uhr                                 

Eintritt: frei

MbE

Es liest Mitautor Mehmet Arbag vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften Leipzig.