Jubiläumsfeier in der „coolsten Location Landshuts“ am 5. Juli

Das Landshuter Netzwerk feierte am 5. Juli ein Fest der runden Zahlen – Hilfsangebot in der Region unabdingbar
Freundlich und aufgekratzt kam nach dem Jubiläumsfest des Landshuter Netzwerks am 5. Juli der Artikel der Landshuter Zeitung daher. Er hat gleich in der Überschrift ein Kompliment zitiert: Das Netzwerk als coolste Location Landshuts. Ganz ohne Zweifel ist das Landshuter Netzwerk ein ganz eigener Ort. Das haben die Festredner bei der Feier deutlich gemacht. Und auch in Politik und Gesellschaft herrschte reges Interesse an dem wirklich coolen Jubiläum. Fast alle waren gekommen. Der ganze Festsaal war besetzt mit Kollegen und Kolleginnen, Beratungsbesuchern, Angehörigen und auch mit prominenten Gästen wie Oberbürgermeister Alexander Putz, Landrat Peter Dreier sowie dem Berzirkstagspräsidenten Olaf Heinrich und vielen anderen. Der Vereinsvorstand saß in den vorderen Reihen. Etliche Politiker waren dabei. Der Chor des Landshuter Netzwerks musizierte und es gab einige bunte und anschauliche Darbietungen um die Leistungen der Einrichtung deutlich zu machen.

Der Anfang liegt rund 44 Jahre zurück. Seither hat sich in der Region ein umfassendes und fachlich qualifiziertes Unterstützungsangebot für seelisch hilfsbedürftige Menschen etabliert, das es vorher so nicht gegeben hatte. Unter der geschickten Moderation von Prof. Dr. Sigrid Bathke von der Hochschule Landshut stellten die Festredner die Jubilare aus diesem Angebot vor: Das Tageszentrum wurde heuer 20, der Second-Hand-Laden 15, die Beratung bei Glücksspielsucht zehn Jahre alt. Der Second-Hand-Laden ist als Beschäftigungsprojekt und Versorgungsangebot für die Landshuter gewürdigt worden, das Tageszentrum als Kreativwerkstadt und sozialer Mittelpunkt.
Die Zuverdienstprojekte , 20 Jahre, fanden als angemessene Beschäftigungsmöglichkeiten Würdigung und der Trägerverein als beständiger Begleiter der Einrichtungen, die eine wichtige und für die ganze Region notwendige Arbeit leisten. Sozialpädagogin Birgit Kasubke mit einem Glücksspielautomaten im Schlepptau, machte klar, wie wichtig gerade heute die Beratung zur Glücksspielsucht ist. Mit dem Trägerverein hat auch die ambulant psychiatrische Hilfe ein beachtliches Alter erreicht. Mit ihrer Gründung vor 25 Jahren wollte man, wie die Zeitung schrieb, „eine eklatante Lücke in der nichtstationären Versorgung psychisch erkrankter Menschen" schließen. Auf diese Entwicklung des Landshuter Netzwerks von „1974 bis 2018" geht auch die neu vorgelegte Chronik näher ein.
Wenn auch die Fröhlichkeit des später folgenden Festes im Innenhof mit großem Engagement aller Beteiligten, mit Geschenkeverkauf, Kuchenbuffet und selbstgemixten Getränken überwog, so beschäftigte einige doch auch ein ernsterer Hintergrund. Wie immer waren es die Finanzierung und der Bedarf an Spenden, mit denen die Hilfsangebote wie unter anderem das Betreute Wohnen aufrechterhalten werden müssen. Die fachliche Begleitung der psychisch erkrankten Menschen in einen stärker selbstbestimmten Alltag ist nicht zum Nulltarif zu haben. Geschäftsführer Jürgen Handschuch hatte sich deshalb in seiner Festrede viel weitere Hilfe gewünscht. Es war eine besondere Freude für ihn und für das Haus, dass es beim Jubiläum am 5. Juli von Dipl. Ing. Gerhard Gustorf vom Lions-Club Landshut eine Spende von 5.000 Euro erhielt. Vorstandsvorsitzender Gerhard Witthöft und Geschäftsführer Jürgen Handschuch nahmen sie dankend entgegen. (Schr)

TZ
TZ